US Road Trip Tag 16

Tag 16

USA Reiseberichte

Hannibals US Road Trip - Mietwagenrundreise durch den Westen der USA



16. Tag - 13. September 2008

  Trübe Aussichten: Der Hinterhof unseres Hotels

Der letzte volle Tag im Paradies bricht an. Wir sind heute recht früh auf den Beinen, um möglichst viel von der verbleibenden Zeit noch sinnvoll auszunutzen. Am gestrigen Abend haben wir festgelegt, den heutigen Tag in Hollywood und Umgebung zu verbringen, der Ecke von L.A., in der wir uns bei unserer Ankunft gleich wie zu hause gefühlt haben.

Nach dem durchwachsenen Frühstück im Best Western Hotel, schwingen wir uns in unseren Nitro und begeben uns wieder auf die herrlich verstopften Freeways von Los Angeles. Eine halbe Stunde später sind wir im Filmzentrum der USA angekommen und machen uns auf die gar nicht so einfache Suche nach einem Parkplatz. In der Franklin Avenue werden wir schließlich von einem geschäftstüchtigen Parkhauswächter geködert, bei dem wir eine 10$-Park-Flatrate bezahlen. Das geht einigermaßen in Ordnung. Da es noch leicht bewölkt ist, bewegen wir uns in Richtung des "Hollywood History Museum", welches einen Block vom Hollywood Boulevard an der Highland Avenue liegt. Eine sonderbare alte Frau, die glatt einem David Lynch-Film entsprungen sein könnte, sitzt am Kassiertisch und empfängt uns regelrecht mit offenen Armen und beginnt einen ausführlichen Vortrag darüber, was es in dem Museum alles zu sehen gibt. Fotoapperate sind leider nicht erlaubt. Für 12 Dollar pro Mann sind wir dabei und tauchen ein in die Geschichte der Traumfabrik, die hier recht ansehnlich, aber dennoch leicht verstaubt präsentiert wird. Wir laufen an Kostümen von Marilyn Monroe vorbei, gucken uns die Schuhe von Harry Potter an, die Handschuhe von Rocky Balboa und hunderte andere Filmutensilien. Wirklich interessant wird die Ausstellung immer dann, wenn sie durch Info-Tafeln wirkliches Background-Wissen vermittelt.

  Hollywood's Ehrenbürgermeister (R.I.P.)

Regelrecht rührend ist ein riesiger Gedenkstand für Hollywood's Ehrenbürgermeister, Schauspieler und Produzent Johnny Grant, der Anfang 2008 im Alter von 84 Jahren verstorben war. In Deutschland ist der Mann unbekannt, aber hier wird sein Leben zelebriert wie das eines Königs. Er verlieh über 500 Stars einen Stern auf dem weltberühmten "Walk of Fame" und setzte sich immer und überall für das sagenumwobene Stadtviertel von Los Angeles und vor allem für dessen Bewohner ein. Neben riesigen Fotowänden, auf denen Grant mit solchen Größen wie Arnold Schwarzenegger, Tom Hanks, Will Smith, Mel Gibson uvm. in die Kamera grinst, sind auch zahlreiche Anekdoten und Zitate aus seinem Leben abgedruckt. Als ich das muffige Dachgeschoss verlasse, habe ich einen ganz seltsamen Kloß im Hals, den man in der Form irgendwie nur hier bekommen kann...wenn die Amis bei irgendwelchen Paraden oder Reden die Kitsch- und Pathoskeule auspacken, wenn sie ihre Stars in perfekt durch-inszenierten Denkmälern oder wie hier in einer Ausstellung ehren. Das schafft keine andere Nation auf unserer Erde und auch nur hier wirkt es trotz aller Inszenierung irgendwo authentisch...oder ich hab einfach ein Faible für so einen Quatsch ;-) Das nächste Highlight des Museums wartet im dunklen Keller des Gebäudes. Nachdem man sich eine eng geschlungene Treppe hinab gekämpft hat und künstliche Spinnweben, sowie einige Mumien-Requisiten hinter sich gebracht hat, steht man vor einem ganz bekannten Flur, der mir eine Gänsehaut ungeahnten Ausmaßes beschert.

  The bigger, the better!

Zum Foto: The bigger, the better! Und falls es mal innen drin zu warm werden sollte, kann man sich draußen im Heck-Whirlpool abkühlen!

Die Mauern aus dunkelroten Steinen, die Flurabschnitte durch schwere Gitter-Türen getrennt. Ein schwarzer Wachmann sitzt auf einem Holzstuhl und im Flur reihen sich dunkle, vergitterte Zellen aneinander. Nur am Ende des Flurs, an der linken Seite, trennt eine große Plexiglaswand eine ungewöhnlich helle Zelle ab. Langsam gehen wir auf die letzte Zelle zu...über Lautsprecher werden unbehagliche Geräusche von Irren eingespielt, es flüstert aus den Zellen, Schreie ertönen...und schließlich sind wir da und eine relativ lebensechte Puppe schaut uns mit bohrendem Blick genau in die Augen: Dr. Hannibal Lecter a.k.a. Anthony Hopkins! Was für eine wahnsinnig atmosphärische, detailgetreue Filmkulisse! Was für ein gespenstisches Erlebnis hier mitten durch den Thriller-Klassiker laufen zu können! Wir sind mittelschwer begeistert und lassen uns noch nicht mal von dem heiligen Gral aus "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" ablenken. Nachdem wir die Kulisse noch einige Male abgelaufen sind, begeben wir uns wieder ins Erdgeschoss, das vor allem Make-Up behandelt, dabei aber leider die wirklich interessanten Make-Up-Effekte diverser Horrorproduktionen ausspart und stattdessen nur auf Mädchenkram setzt. Schminktische und Perrücken-Ansammlungen können uns nach der Gänsehautparade jetzt nicht wirklich begeistern, so dass wir uns noch die Raum-Kapsel aus dem "Planet der Affen"-Remake und das ziemlich armselige Flugzeug-Modell aus "Jurassic Park 3" anschauen und uns dann langsam Richtung Ausgang bewegen. Die quirlige alte Dame am Eingang fragt uns schließlich regelrecht Löcher in den Bauch, wie uns denn alles gefallen habe, wie wir es in Amerika finden, wie uns L.A. gefällt, so dass wir massive Probleme haben uns schließlich von der gesprächigen, alten Lady loszueisen.

  am Hollywood Boulevard

Zum Foto: Lässt sich auch nicht vom radelnden "Saw"-Monster beeindrucken: Ein mit Marilyn Monroe flirtender Gene Simmons...das gibt's nur am Hollywood Boulevard!

Alles in allem geht das Hollywood History Museum zum Preis von 12 Dollar (Studentenrabatt inkl.) in Ordnung, angesichts einiger ziemlich angestaubter und trockener Passagen würde ich aber auf keinen Fall mehr zahlen. Das Thema Hollywood könnte man definitiv noch wesentlich ansprechender verpacken.

Immerhin scheint jetzt die Sonne wieder in vollen Zügen und wir begeben uns nochmal auf einen Streifzug über den Hollywood Boulevard und durch's Kodak Theatre, wo wir einfach auf einer Bank dem geschäftigen Treiben der zahlreichen Touristen zuschauen, während die Springbrunnen im Innenhof Wasserfontänen in den Himmel schießen und in der Ferne das "Hollywood"-Zeichen über das ganze Geschehen wacht. "Hier könnte man eigentlich jetzt den ganzen Tag sitzen!" meint der Housemeister ungewöhnlich beindruckt und wir können ihm da nur zustimmen. Direkt neben herscht im hermetisch abgeriegelten Grauman's Chinese Theatre reges Treiben, da für heute abend die Premiere des Animationsfilms "Igor" angesetzt ist.

   

Brunnen am Kodak Theatre...

im „Hancock Park“

“Urban Lights“

  Vor der Filmpremiere von "Igor"

Dennoch, das Ende unserer Reise rückt näher und wir machen uns wieder auf, klappern noch einmal den "Walk of Fame" ab und springen verzückt wie kleine Kinder im Toysrus auf, als wir den Stern von "KISS" entdecken.

Da der Nachmittag langsam aber sicher anbricht, wird es für uns Zeit sich ein paar Gedanken über's Essen zu machen. Ich habe mir mein Ziel schon heute morgen bei der Ankunft am Hollywood Boulevard rausgeguckt und schleppe meine Kumpels zielstrebig zu....na was wohl?...Hooters ;-)

Und der Restaurantbesuch ist mal wieder ein Gedicht ;-) Die Pommes, der Garden Salad und kein eifersüchtiger 10-jähriger, der uns die Bedienung streitig macht. Dafür dinieren hier ungewöhnlich viele junge Paare und wir fragen uns mal wieder, wie man auf die Idee kommen kann, hier mit seiner Freundin einzukehren. Wir nutzen den nimmermüden Re-Fill-Service nochmal ausführlichst aus, bevor wir wieder ins Land der 0,2l-Cokes zurück müssen und verabschieden uns - wie schon in San Francisco - mit einem saftigen Trinkgeld vom vorbildlichen Service, der uns zum Abschied noch ein Herz auf die Quittung malt...lol...ich liebe Amerika ;-)

  Hooters... the Best ever...

Nach der Stärkung und dem emotionalen Abschied vom Lieblingsrestaurant machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem fahrbaren Untersatz, der uns jetzt zu den "La Brea"-Teergruben bringen soll. Wir fahren runter zum Wilshire Boulevard, folgen ihm ein Stück nach Westen und sind wenig später an dem attraktiven Stadtpark angekommen. Bevor wir lange nach einem günstigen Parkplatz suchen, besetzen wir das erstbeste Parkhaus und machen uns auf in die Filmkulisse, in der Tommy Lee Jones 1998 einen Vulkanausbruch vorhersagte ("Volcano") und - natürlich viel wichtiger - in die Arnold Schwarzenegger in der großartigen Actionparodie "Last Action Hero" mit einem toten Gangsterboss von einem Kran in den blubbernden Teer-Teich sprang, in welchem die aufgeblähte Leiche wenig später explodierte. Wir suchen die Umgebung akribisch nach passenden Hochhäusern ab, wie sie im Film vorkamen, werden aber nicht so wirklich fündig.

  Blauer Himmel, Palmen, US-Autos...

Flashforward in die Zukunft: RTL2 zeigt "Last Action Hero" Ende September 2008 und ich entdecke mit Schrecken, dass die "La Brea"-Gruben im Film in der Nähe eines Yachthafens liegen. Nach ausgiebiger Google-Earth-Recherche ist des Rätsels Lösung dann aber gefunden. Da es wohl für die Original-Teergruben keine Drehgenehmigung gab, baute man einen Hotel-Teich des Hyatt Hotels in Long Beach um und drehte die Actionsequenz vor der Fake-Kulisse in der Nähe des Hafens von Los Angeles...direkt am Yachthafen "Long Beach Marina". Rätsel geklärt und nächstes Reiseziel gefunden! ;-)

Die "La Brea Tar Pits" im "Hancock Park" am Wilshire Boulevard... Aber zurück zu unseren Teergruben im "Hancock"-Park, der natürlich nichts mit dem gleichnamigen Will-Smith-Blockbuster, sondern mit John Hancock, ein US-amerikanischer Kaufmann und Anführer der 13 Kolonien gegen das britische Mutterland, der dafür bekannt ist, dass er der erste Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung war. Nach ihm ist auch die Redewendung "Please, put your John Hancock here!" für "Bitte unterschreiben Sie hier!" benannt.

  Das imposante Griffith Observatory...

Die "La Brea Tar Pits" (tar pit = Teergrube) im "Hancock"-Park sind eine Ansammlung von mit natürlichem Asphalt gefüllten Gruben, die von einem großen unterirdischen Vorkommen im Becken von Los Angeles gespeist werden. Hier blubbert's an allen Ecken und Enden und wie wir von einem gesprächigen Straßenmusiker erfahren, drückt sich der Teer auch durch den festen Boden durch. Diverse teer-schwarze Warnhüte, die quer über den ganzen Rasen des Parks verteilt sind, zeugen von der unvorstellbaren geologischen Aktivität unter der zweitgrößten Stadt Amerikas. Spektakulär sind vor allem die zahlreichen Fossilien- und Knochenfunde in den Teergruben. So hat man bisher sagenhafte 100 Tonnen an Fossilien gefunden, sowie 1,5 Millionen Knochen sichergestellt. Besonders beeindruckende Exemplare sind im an den Park grenzenden George C. Page-Museum ausgestellt, für das wir heute leider keine Zeit mehr haben. Immerhin hat man ein paar animatronische Mammuts in und um die Teergruben herum postiert, so dass sich auch die stets unter Zeitdruck stehenden Panorama-Touristen ein Bild von der Zeit machen können, als hier noch kein Hummer H2 mit glitzernden Proll-Felgen über die mehrspurigen Betontrassen roltte.

  Das James-Dean-Denkmal.

Das George C. Page-Museum und im Vordergrund einer der Warnhüte, unter denen sich der Teer durch den Rasen drückt... Neben dem "Hancock"-Park zieht noch das aufwendige Bauwerks des "Los Angeles County Museum of Art" unser Aufmerksamkeit auf sich, doch auch hier fehlt die Zeit. Das beeindruckende Kunstwerk "Urban Lights" von Chris Burden vor dem Museumseingang begeistert uns aber schon auf Anhieb.

Dann zurück zum Auto und durch Beverly Hills zum Sunset Boulevard, den ich unbedingt noch einmal abfahren will. Die Sonne hat ihren Zenith mittlerweile deutlich überschritten und wie fahren mit dem glühenden Feuerball im Rücken über die legendäre Straße wieder in Richtung Hollywood. Jede Kreuzung ist hoffnungslos verstopft, die Rush Hour ist in vollem Gange, doch irgendwie kleben wir wir hypnotisiert an den warmen Fenstern und sehen den Palmen, den dicken US-Autos und den glitzernden Hochhäusern nochmal intensiv beim Vorbeirauschen zu und versuchen jede Sekunde aufzusaugen und abzuspeichern. Das klingt jetzt vermutlich vollkommen paradox, aber wir genießen heute jeden Spurwechsel, jede Bodenwelle, jedes Überholen, ja selbst den Stau. Die Verkehrsadern können noch so verstopft sein, heute bringt uns nichts aus der vollkommen verklärten Amerika-Stimmung.

Der "V-Rock"-Soundtrack aus "GTA Vice City" sorgt einmal mehr für die musikalische Untermalung der vorbeifliegenden Bilder....das "Whiskey-a-go-go", die zahlreichen aus Film und TV bekannten Werbeschilder, die Hollywood Hills, die sich gleich hinter der ersten Häuserzeile auftürmen. Es ist die pure Magie und die Zeit steht mal wieder still...alles läuft ab wie in Zeitlupe...wahrscheinlich wegen dem Stau...;-)

  Ein letzter Blick auf Los Angeles...

Letztes Tagesziel ist schließlich das Griffith Observatory, vor dessen beeindruckender Kulisse wir uns noch einmal den Sonnenuntergang gönnen wollen. Über eine verwinkelte Bergstraße arbeiten wir uns schließlich am Mount Hollywood hinauf, bis der Verkehr auch hier zum Erliegen kommt. Die Parkplätze am Observatorium sind hoffnungslos überfüllt, so dass wir unseren Dodge am nächstbesten Straßenrand abstellen und uns zu Fuß auf den Weg zu dem denkwürdigen Bauwerk machen.

Ein paar Minuten später stehen wir davor und mir spuken schon wieder die Kino-Clips im Kopf herum. Hier formierten sich die 2007 "Transformers", 2003 die "3 Engel für Charlie", James Bond war auch schon da ("Golden Eye", 1995), Arnie sowieso ("Terminator", 1984) und in "...denn sie wissen nicht, was sie tun" zelebrierte man 1955 den Showdown vor der beeindruckenden Kulisse. Für Hauptdarsteller James Dean findet sich auch ein Denkmal auf der großflächigen Aussichtsplattform.....und die Aussicht kann sich sehen lassen, wenn die Sichtverhältnisse heute abend auch nicht ganz so gut sind, wie zu Beginn unserer Reise.

  Am Griffith Observatory...

Der über der Stadt liegende Smog sorgt für eine betörend schöne Färbung des Himmels, die das ganze Häusermeer in ein grandioses Orange taucht. Wir laufen das ganze Gelände ab, schießen zig Fotos, filmen was das Zeug hält und packen die vollkommen überforderten Geräte schließlich weg und konzentrieren uns schließlich ganz allein auf das Naturschauspiel des Sonnenuntergangs.

Das war's! Der leuchtende Riese verschwindet ganz langsam und doch so schnell hinter den Santa Monica Mountains, das Hollywood-Zeichen erstrahlt nochmal in vollem Glanz und das 1935 fertiggestellte Observatorium leuchtet, als wolle es unseren letzten Tag hier noch nicht beenden. Doch die Stadt wird dunkler und verabschiedet sich schließlich in einem letzten Farbenschauspiel und ich winke dem "Hollywood"-Zeichen noch einmal zum Abschied zu...I'll be back oder so! Abschließend schauen wir uns noch das Observatorium von innen an, welches bis auf einige Teilbereiche eintrittsfrei ist und mit einer Unmenge von hochinteressanten Exponaten beeindrucken kann. Jeder, der sich auch nur ansatzweise für Astronomie interessiert, wird den imposanten Kuppelbau nicht mehr verlassen wollen.

  Das Griffith Observatory...

Doch wir haben noch die Rückfahrt zum Hotel vor uns und machen uns nach einer guten Stunde im Observatorium schließlich auf den Heimweg. Ich darf fahren, allerdings nur unter der Bedingung des Housemeisters, dass wir mit Karte fahren. Wir sind noch keine 5 Minuten wegs, da ertönt die Anweisung "Jetzt rechts!"....gefolgt von "Nochmal rechts!"....dann "Nochmal rechts!"....und nochmal "Rechts!"....der Housemeister merkt nichts, aber uns kommt die Straße verflucht bekannt vor....wieso wohl? Wer auf einem Straßennetz nach Schachbrett-Vorbild 4x rechts abbiegt, ist wieder auf der gleichen Straße wie vorher....wir prusten auf der Stelle laut los, was den Housemeister nur noch mehr verwirrt. Als er seinen navigatorischen Dämmerzustand überwunden hat, haben wir das Navigationszepter wieder übernommen und bewegen uns mit männlicher "Do it yourself!"- Strategie durch's nächtliche Los Angeles und finden ohne Probleme alles, wo wir hinwollen. "Alles wie in GTA", grinse ich den Housemeister an, der in dem Moment gar nicht mehr klar kommt. Wir fahren der Skyline entgegen, dort auf die 110 und dann auf den Santa Monica Freeway. Kurz vor der Auffahrt startet der Housemeister einen letzten Versuch, uns über eine südlich gelegenere Abkürzung zu lotsen, was wir aber Gott sei Dank ignorieren.

Flashforward in die Zukunft: Bei der Google-Earth-Recherche stellt sich heraus, dass die Abkürzung eine normale Straße mitten durch South Central Los Angeles und Inglewood darstellt.

Da ist der Santa Monica Freeway eindeutig die sicherere Alternative...

  Letzter Blick auf's nächtliche LA...

Als wir den Abend mit einer eiskalten Cola ausklingen lassen, bekommen wir auch noch überraschenden Besuch auf unserem Hotelzimmer. Unser Gast hat 6 Beine und krabbelt zielstrebig in Richtung Badezimmer.

Kakerlaken-Alarm!

Der Housemeister ist sichtlich aufgebracht, uns tangiert der 6-Beiner eher periphär. Die Gedanken an den morgigen Abschied vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten lassen mein Gehirn rattern und das Koffer-Packen fällt mindestens genauso schwer, wie in der Woche vor der Hinreise, als Bedenken und Flugangst die Vorfreude trübten.

Morgen ist der seit über 3 Jahren angestrebte US-Trip zu Ende und die Zeit auf den Highways & Freeways im wilden Westen verging mal wieder wie im Flug. Mit glasigen Augen klingt der Abend bei einem Wrestling-Match im TV aus, während James Hetfield mich langsam in die letzte Nacht im Paradies singt...

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